Montag, 6. Januar 2020


Glauben? „Glaubst du das?“ fragte er. „Was meinst du?“ war die Gegenfrage: „etwas glauben oder jemandem glauben?“ Das ist nicht das Gleiche. Heute sagte ich beim Morgenrot dass es wohl regnen werde. Und es regnete den ganzen Tag nicht. Etwas glauben bezieht sich auf eine Sache oder auf eine Aussage. Jemandem glauben bezieht sich auf eine Person, auf ein Gegen-über. Etwas glauben kann dazu führen, dass das Geglaubte schon bald überholt ist und  neue Fakten folgen, z.B. in der Forschung. Jemandem glauben heisst, diesem Gegenüber vertrauen. Ich vertraue dir. Ich vertraue mich dir an. Das Ja beim Eheversprechen ist mit diesem Vertrauen verbunden. Nicht umsonst wird dieses Ereignis „Trauung“ genannt. Glaube hat eine Beziehung zur Treue - griechisch bedeutet ‚pistis’ sowohl Glaube wie auch Treue. Ähnlich ist es beim Glauben an Gott: „Ich glaube“, d.h. „ich vertraue mich dir an.“ Die Nachfolge von Jesus ist von diesem Vertrauen geprägt und von der Treue. Aber wie ist es mit dem Unglauben? Es ist ähnlich wie mit Licht und Schatten - sie sind oft nahe beisammen. Der Freidenker glaubt an etwas. Die Christen vertrauen jemandem - Jesus Christus - und sagen: Ich glaube.

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