Sonntag, 12. Januar 2020


Suizidgedanken?  je nach Alter verschieden. Warum macht sich ein Kind Gedanken, seinem Leben ein Ende zu setzen? Warum ein Teenager? Ein Soldat nach der Rekrutenschule? Eine 30-jährige Lehrerin? Ein bekannter Geschäftsmann? Die Nahestehen sind erschüttert. Beim Abschied werden die Kirchen und Abdankungshallen überfüllt. Die Hinterbliebenen bleiben mit unbeantworteten Fragen zurück. Auch mit Schuldgefühlen, Selbst-anklagen und Tränen. Warum haben wir nichts gemerkt? Oder haben wir etwas geahnt, wollten aber nicht zu nahe treten? Nicht verletzen? Werden wir die Überlegungen, die zum Tod führten je erfahren? Sensible oder verschlossene Mitmenschen haben ihre wohl behüteten Geheimnisse. Andere überspielen die Realität. Es wurde geraten, Tel. 143 anzurufen oder jemanden aus dem Bekanntenkreis. Und? Viele tun es. Einige hinterlassen einen Abschiedsbrief, schreiben von Enttäuschungen, von fehlender Kraft, von empfundener Ausweglosigkeit, nur noch müde, von allem nichts mehr wissen wollen. Oder - endlich am Ziel ankommen, wo die Fragen Antwort finden. Viele sind froh überlebt zu haben. Gedanken sind noch nicht Taten. Da sein mit Gefährdeten, Anerkennung, Empathie, "wie geht es dir?" nachfragen nach dem Ergehen, das alles können Brücken sein, um das Leben lebenswert zu finden.

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