Suizidgedanken? je nach Alter verschieden. Warum macht sich ein Kind Gedanken, seinem Leben ein Ende
zu setzen? Warum ein Teenager? Ein Soldat nach der Rekrutenschule? Eine
30-jährige Lehrerin? Ein bekannter Geschäftsmann? Die Nahestehen sind
erschüttert. Beim Abschied werden die Kirchen und Abdankungshallen überfüllt.
Die Hinterbliebenen bleiben mit unbeantworteten Fragen zurück. Auch mit Schuldgefühlen,
Selbst-anklagen und Tränen. Warum haben wir nichts gemerkt? Oder haben wir etwas
geahnt, wollten aber nicht zu nahe treten? Nicht verletzen? Werden wir die
Überlegungen, die zum Tod führten je erfahren? Sensible oder verschlossene Mitmenschen
haben ihre wohl behüteten Geheimnisse. Andere überspielen die Realität. Es
wurde geraten, Tel. 143 anzurufen oder jemanden aus dem Bekanntenkreis. Und? Viele
tun es. Einige hinterlassen einen Abschiedsbrief, schreiben von Enttäuschungen,
von fehlender Kraft, von empfundener Ausweglosigkeit, nur noch müde, von allem
nichts mehr wissen wollen. Oder - endlich am Ziel ankommen, wo die Fragen
Antwort finden. Viele sind froh überlebt zu haben. Gedanken sind noch nicht
Taten. Da sein mit Gefährdeten, Anerkennung, Empathie, "wie geht es dir?" nachfragen nach dem
Ergehen, das alles können Brücken sein, um das Leben lebenswert zu finden.
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