Gesprächsverweigerung geschieht aus Schwäche, um ein Problem
möglichst lang ungelöst zu lassen. Der Vorwurf: „Du hast...“ geht oft einer Gesprächsverweigerung
voraus. Die Gesprächsverweigerung ist ein
„Bocken“ und damit das Gegenteil einer guten Beziehung. Sie ist vielfach mit einer
Parteinahme und einer Schuldzuweisung verbunden. Gesprächs-verweigerung ist ein
Versuch, den Realitäten auszuweichen und das Gegenüber zu belasten, zu
manipulieren und zu verletzen. Gesprächsver-weigerung - verbunden mit der
Bitte, einen „im Frieden zu lassen“ - löst den Konflikt logischerweise nicht,
sie ist der Gegenpol von Frieden. Stress ist keine Ausrede nur ein
Eingeständnis der Grenzen. Gesprächsverweigerung ist eine extreme Form von
Kompromiss-Unfähigkeit. Niemand kann über seinen Schatten springen, aber sich
bemühen, die Beziehungsangst zu überwinden, kann der Anfang einer Heilung sein.
„Me mues halt rede mitenand“, sagt das Sprichwort - und zuhören können. Geheilte
Beziehungen sind ein grosses Plus für alle Beteiligten. Eine Entschuldigung hilft
Brücken bauen. Und: „Freunde feiern die Freundschaft...“
Montag, 7. Oktober 2019
Montag, 30. September 2019
Ärger - sich ärgern. Es war ein mutiger Satz, als Basilius aus Kappadokien seinem Freund Gregor von Nazianz schrieb: „... der Umschwung der
Verhältnisse hat uns gelehrt, uns über nichts zu ärgern.“ Sich ärgern
heisst ja: nicht die andern ärgern uns, nicht ihre Worte, nicht ihre Taten,
nicht die Umstände. Wir ärgern uns selber. Wir geben dem Gefühl einer Kränkung
oder Verletzung in unserm Denken Raum und blockieren uns damit. Oft sehen wir die Ursache des Ärgers im
Verhalten anderer oder im eigenen Versagen. Negative emotionale und körperliche
Auswirkungen können die Folge sein z.B. Verstimmung, Gereiztheit, Verbitterung
bis zu Nervosität und Übelkeit. Die Frage ist: Wie gehen wir damit um? Ist auf
diesem Gebiet noch einiges zu lernen? Oder haben wir gelernt „uns über nichts
zu ärgern“?
Montag, 23. September 2019
Wahlen. Für die schweizerischen Nationalratswahlen vom 20.
Oktober 2019 kämpfen in meinem
Wohnkanton 966 Kandidaten um 35 von den 200 Sitzen. Unter den vielen Parteien
propagiert eine gleich „35 verlässliche Persönlichkeiten...“ Beim Ständerat mit
seinen 46 Vertretern der Kantone sind die Zahlen kleiner - der Einfluss der
einzelnen Personen ist dem entsprechend grösser. Bei den Wahlen geht es um
Politik. Der polnische Publizist Andrzej Majewski meinte: „Politik ist eine
grossartige Kunst. Sie kann Menschen überzeugen, für das, was gestohlen wurde,
zu bezahlen.“ Viele Bewerber bezahlen für die Wahlen ansehnliche Beträge aus
der eigenen Tasche, aber sie lassen sich als Gewählte dann auch wieder
bezahlen. Ob der Einsatz der Politiker mehr dem Wohl aller zukommt oder eher
der Ausrichtung auf die Wiederwahl, ist für die Wählenden ein wesentliches
Kriterium. Und - sagt Manfred Rösch: „Ein drohender Ein-kommensverlust macht
risikoscheu.“ Mit Risiken ist jedoch alles verbunden, die Wahl der Partei, der
Personen - und die Politik. Wahlen - mit Risiken...
Sonntag, 15. September 2019
Angst - oder: „Verwandlung der Angst“? Angst ist das diffuse
Gefühl, bedroht zu sein, körperlich oder als Person oder umfassend durch eine
Katastrophe. Angst unterscheidet sich von Furcht, die sich auf eine konkrete
Bedrohung bezieht. Im uns umgebenden Kosmos können uns viele Ängste befallen.
Wir sind oft unter Druck. Wir werden von den Gegebenheiten geradezu gequetscht.
Schmerzhaft. Was tun zur „Verwandlung der Angst“? Dass Gletscher in Wasser
verwandelt werden, wissen wir. Aber in was wird Angst verwandelt? In „Hoffnung“
sagt der Friedens-Nobelpreisträger Eli Wiesel. Und wie ist das möglich?
Aufgrund von Garantien, einige nennen sie Verheissungen. Nun kommt unser persönlicher
Beitrag noch hinzu: das Vertrauen in die Garantien. „Seid mutig!“ sagte ein
Lehrer. Angst + Garantien + Vertrauen = Hoffnung und Mut, d.h. 1 + 1 + 1 = Hoffnung
und Mut. Die Verwandlung führt zum guten Resultat.
Donnerstag, 12. September 2019
Intelligenz. I.Q. oder K.I.? Intelligenz wird interpretiert als Einsicht, Verstand, geistige Kraft und Geistesbildung, ein verständiges Wesen.
Alles wird gemessen. In Wikipedia ist zu lesen: „Der Intelligenzquotient (IQ) ist eine durch
einen Intelligenztest ermittelte Kenngrösse zur Bewertung des intellektuellen
Leistungsvermögens im Allgemeinen (allgemeine Intelligenz) oder innerhalb eines
bestimmten Bereichs... im Vergleich zu einer Referenzgruppe. Er
bezieht sich stets auf den jeweiligen Test, denn eine wissenschaftlich
anerkannte, eindeutige Definition von Intelligenz existiert nicht.“ In einer
Skala mit dem Mittelwert 100 befindet sich die Wahrscheinlichkeitsmasse
zwischen 85 und 115. - Als K.I. wird
die „Künstliche Intelligenz“
bezeichnet. Der Vergleich des menschlichen Gehirns - mit seinen „gegen 100
Milliarden Neuronen“ (Stefan Betschon, in Künstliche Intelligenz) zu
vergleichen mit Maschinen, Computern, u.s.w. ist schwierig. Haben diese
Empathie - mitempfinden? Oder Phantasie? Sie bewältigen Erstaunliches. Die
Software setzt ihnen weite Grenzen. S. Betschon sagt: „KI ist eine
Ingenieurdisziplin und eine Wissenschaft und ein Diskurs über die Bedingungen
des Menschseins.“ Eine „KI-Dreifaltigkeit.“ Und ganz kurz: „Intelligent ist,
was intelligent zu sein scheint.“ - Und
was ist Weisheit? Diese hatte sich Salomo erbeten.
Mittwoch, 28. August 2019
Nachhaltigkeit ist ein Schlagwort unserer Zeit. Doch woher
kommt dieses Wort? Was wird damit propagiert? Adrian Blum von Finanz und
Wirtschaft erklärte heute: „Der Begriff Nach-haltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft
und bedeutet ganz simpel: nicht mehr
Bäume fällen, als nachwachsen können. Sonst verschwindet der Wald... Es
geht nicht nur um den (Ur-)Wald oder den Klimawandel, sondern auch um... weitere
planetare Begrenzungen. Und die Kriterien zur Beurteilung sind vielfältig.“ Das
zeigt sich beim brennenden Regenwald des Amazonas und beim - noch - geschützten
Wald in Alaska. Nachhaltigkeit verändert das Denken und die Welt. Nachhaltig - verkauft sich vorteilhaft. Aber
ist überall Nachhaltigkeit drin, wo Nachhaltigkeit versprochen wird? Rasch
erweist sich der Verbrauch der vorhandenen Mittel - statt nachhaltig - als
Ausbeutung. Dieser Planet Erde ist unsere irdische Heimat. Der Traum von einem
Ersatz-Planeten zählt zur Utopie. Demut, Bescheidenheit und Dankbarkeit erweisen
sich als guter Weg in die Zukunft.
Sonntag, 25. August 2019
Ubuntu - Ubuntu? Dieses
Wort stammt nicht aus unserer Sprache. Auch nicht aus unserer Gesinnung? Ein in
der Entwicklungshilfe engagierter Studienfreund aus Amerika sandte mir dieses
Wort und die Geschichte dazu: Im südlichen Afrika stellte ein Anthropologe
einen Korb voll Früchte unter einen Baum. Dann sagte er zu einer namhaften
Gruppe Xhosa-Knaben: „Wer zuerst beim Korb ist hat die Früchte gewonnen.“ Auf
sein Zeichen hin rannten alle los, aber sie gaben sich dabei die Hände, damit
alle gleichzeitig beim Früchtekorb ankamen. Da fragte der Anthropologe, warum sie
als Gruppe spurteten und nicht einer voraus? Die Antwort kam prompt: „Ubuntu!
Wie kann einer von uns glücklich sein, wenn die andern enttäuscht und traurig
sind?“ Denn Ubuntu bedeutet: „Ich bin,
weil wir sind.“ Ich bin ein Teil aller. Wir gehören zusammen. Und wir
freuen uns - miteinander.
Donnerstag, 22. August 2019
Sorgen? Die neuste
Umfrage spricht Klartext. Oben in der Skala steht unser Heimatplanet Erde mit:
Klimawandel, Flüchtlinge, Gletscherschmelze und Plastikmüll. Dann folgen Krankenkassenprämien,
Familie und Beruf, Altersrente und der Umgang miteinander. Am wenigsten Sorgen,
sagt die Liste, bereiten die ganz persönlichen Aspekte. Und doch lese ich in
dieser Rubrik: „Ich bin unglücklich, weil mein Leben nicht so toll ist wie das
der Leute in meinem Instagram-Feed.“ „Unglücklich“ - macht unter anderem das
Vergleichen mit andern. Soeben sandte ich einem Ehepaar, das ich vor 60 Jahren
kirchlich traute, herzliche Grüsse. Hatte dieses Paar seit dem 5. September
1959 keine Sorgen? Wo liegt das Geheimnis ihres Glücks? Als Leitwort gab ich
ihnen damals den kurzen Satz aus Psalm 23,4 mit - die grosse Gewissheit im
Blick auf Gott: „Du bist bei mir.“ Damit waren die Sorgen nicht weggewischt,
aber auf eine andere Ebene gebracht. Beziehung mit Gott heisst: Er kann und
will aus Sorgen zum Segen führen.
Dienstag, 20. August 2019
Gottlose? Heute las ich in unserer Zeitung die Worte von Fjodor
Michailowitsch Dostojewski: „Einen Gottlosen habe ich noch nie gesehen.
Nur Ruhelose sind mir begegnet.“
War
Dostojewski blind? Oder hat er für die Bezeichnung „Gottlose“ eine spezielle
Interpretation gefunden? - Im Islam wird der grösste Teil der Erdbewohner als „Ungläubige“
bezeichnet. Nach der Einteilung des Islam gilt als ungläubig, wer nicht Moslem
ist. - Als „gottlos“ bezeichnen sich u.a. Freidenker oder Agnostiker, die von
Gott, wie sie meinen, nichts erkennen. Agnosie deutet Der kleine Duden als „krankhafte
Störung des Aufnahme-vermögens für Sinneseindrücke.“ Wenn sich jemand von Gott
losgesagt hat, heisst das nicht, dass Gott diesen Menschen aufgegeben hat. Die
subjektive Sicht ist nicht identisch mit der objektiven Sicht - der Sicht
Gottes. Offensichtlich liegt hier Dostojewskis Ansatz: Gott bleibt Gott auch
für vermeintlich Gottlose. Tragisch, wenn sie als „Ruhelose“ leben und den
Frieden mit Gott und den Mitmenschen entbehren - und es mit Jesus besser haben
könnten.
Sonntag, 11. August 2019
„Friedliche“ Street Parade
- las ich als Zusammenfassung über den 10. August 2019 in Zürich. So empfanden sicher viele. Aber 78 Teilnehmende aus 21 Ländern (!) wurden verhaftet. Es gab Stichverletzungen,
Schläge ins Gesicht, mittelschwere Kopfverletzungen, einem Polizisten wurde das
Nasenbein gebrochen, Diebstähle auf der einen Seite und Sicherstellung von
Kokain, Marihuana und Ecstasy-Tabletten auf der andern. Die Sanitäter hatten
mit 654 Leuten zu tun, 59 Personen wurden ins Spital gebracht, sechsmal Knochenbrüche, Verdacht
auf Hals- und Rückenverletzungen und Schädel-Hirntraumas, 58-mal Prellungen und
243-mal Schnittverletzungen. Alkohol und weitere Drogen hinterliessen tragische und anhaltende
Spuren. 95 Personen wurden in Ausnüchterungszellen gebracht. „Friedliche“ Feste,
„friedliche“ Wochenende, „friedliche“ Mitmenschen - das ist der grosse Wunsch
für unsere Welt.
Samstag, 10. August 2019
„Glück gehabt!“ „Glückwünsche und unzählige Blumensträusse - für den Finanzminister.“ Was war der Anlass für die Presse, diese beglückenden Worte
zu schreiben? Hatte der Minister den
Städten Schulden erlassen und der Bevölkerung Steuergelder zurückbezahlt? Nein.
Er ist nach einer Herz-Kreislauf-Krise aus dem Koma wieder aufgewacht. Das wurde
als äusserst positive Meldung registriert und offenbar für beide Seiten: für
die Bevölkerung wie auch für ihn selber. Von einem früheren Wirtschafts- und
Finanzminister las ich: „Der Herr, d.h. Gott, war mit ihm; und er gab Glück
zu allem, was er tat“ (n. Genesis 39,23). Glück - als ein Geschenk, als eine
Zuwendung von Gott her. Und das für einen der gerade erst im Gefängnis landete.
Eine Frau, die diese Meldung las, schrieb: „Es stimmt, man kann auch hinter
Gefängnismauern glücklich leben. Es gab eine Zeit in meinem Leben: alles war
verbaut und ich sah kein Licht, dann las ich: Josef lag im Gefängnis, aber der
Herr war mit ihm. - Ermutigt konnte ich weiterleben“ (leicht gekürzt). Glück
gehabt. Glück gefunden.
Dienstag, 6. August 2019
Waffen in den falschen
Händen führen in den U.S.A. pro Tag zu mehr als 100 Toten, pro Tag, mal 365! Das
publizierten am letzten Wochenende (3./4. Aug. 2019) viele Info-Kanäle. Nur schon bei zwei besonders grausamen
Anschlägen wurden in Texas und Ohio mehr als 30 Leben ausgelöscht. Dazu kommt die Zahl der Verwundeten,
der körperlich und seelisch Verletzten, der Trauernden. Diese Zahl ist noch um
einiges höher. Das Leid, das durch Fanatismus und Gewalt entsteht ist
unübersehbar. „Waffen sind gefährliche Werkzeuge“ sagte ein Weiser aus Asien.
Waffen in Verbindung mit Hass, mit Fremdenhass, mit Rassenhass, mit Neid,
Verbitterung und Rachsucht sind nur zu oft tödlich. Die Ursache dieser Katastrophe
liegt im Charakter derer die Waffen missbrauchen. Es lohnt sich, mehr für die
Bildung des Charakters zu investieren und weniger für die Vermehrung von
Waffen. Entwaffnend sagte Jesus - sinngemäss: Liebe deinen Nachbarn, liebe dein
Gegenüber und liebe deinen Feind - liebe.
Freitag, 2. August 2019
Fragen nachher. Nach dem Sterben eines geliebten Mitmenschen bleiben verschiedene Fragen nicht aus. Was geschah beim Sterben? Was meint
„entschlafen“? Was bedeutet „heimgehen“? Und... ...! Der Atem und die
Herztätigkeit setzen aus. Der Körper wird bleich und erkaltet, er kommt zur
Ruhe. „Erde zur Erde, Staub zu Staub“ sagt die alte Weisheit. Aber das von Gott
gegebene Leben kehrt zurück zum Schöpfer. Das Wesentliche, das Leben,
wurde oft eingeschränkt als ‚Seele’ bezeichnet. Von Jesus am Kreuz lesen wir in Lukas
23,46: „Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine Hände befehle
ich meinen Geist.“ Hier geht es nicht um etwas Halbes. Die Person als Ganzes
begegnet in der Auferstehung dem Herrn über Leben und Tod. Alle werden ernten,
was sie gesät haben. Für Glaubende ist es das Heimkehren zu Gott, dem
himmlischen Vater, zu Jesus Christus, dem Erlöser. Das ewige Leben beginnt mit
einer Verwandlung - schon hier. Paulus schreibt besonders in 1.
Korinther 15 und zusammenfassend in 1. Thessalonicher 4,17: „Wir werden
allezeit bei dem Herrn sein“ - bei Jesus Christus. Das glaube ich.
Mittwoch, 31. Juli 2019
Das Lebensende kommt für alle mit aller Garantie. Heute am 31. Juli las ich im Kalendarium „das jahr“: „Bitte Gott, unseren Herrn, um
Verzeihung wegen deiner Fehler“ *), bitte um Vergebung deiner Sünde, um das,
was dich von Gott wegzog und trennte. Und danke für die durch Jesus Christus geschenkte
Vergebung. Das Lebensende kommt mit aller Garantie.
*) In Wolfgang Weyrauch, das jahr, List
Verlag München, Zitat von Ignatius von Loyola
Ich frage mich, ich frage dich, was mir der Tod soll sein:
Des Lebens Feind?
Der Krankheit Freund? Des Alters Schreck und Pein?
Doch mir persönlich ganz allein: Was ist und wird er mir?
Ein Gegengott? Ein Schatten nur? Ein Teil des Jetzt und
Hier?
Den einen mag als „Thanatos“ *) der Tod ein Herrscher sein,
ein Sensemann, ein Freund des Schlafs. - Ich glaube Gott allein.
ein Sensemann, ein Freund des Schlafs. - Ich glaube Gott allein.
*) griechisch Gott der Toten
Die Zeit der Götter ist vorbei. Nur einer ist und bleibt:
Der wahre Gott in Jesus Christ, der Heilsgeschichte
schreibt.
Er liebt, er sucht und er befreit aus Todesfurcht und Zeit.
Und nie getrennt ist, wer ihn kennt für alle Ewigkeit.
Worte aus www.christliche-gebete.ch - bei:
Worte zum Mitdenken
Dienstag, 30. Juli 2019
Exit - 3. Teil. Die körperliche Schwachheit nahm zu - begleitet
von mentaler Kraftlosigkeit. In Worten hiess das: „Ich mag nicht mehr. Ich
möchte einschlafen und nicht mehr erwachen.“ Viele Fragen blieben offen. Und
trotzdem wurde das Gottvertrauen gestärkt. Worte der Bibel und Gebete waren wie
ein Geländer in der von Schmerzen geprägten letzten Lebensphase. Diese Worte
und das persönliche Begleiten führten zur inneren Ruhe und Gelassenheit. Der
ursprüngliche Plan, ohne die Anwesenheit von Angehörigen zu sterben, änderte
sich in den letzten Tagen zum Wunsch, von den Nächsten begleitet zu werden. Der
Sterbetag kam. Zu den letzten Worten gehörte die Gewissheit: ‚Jesus erwartet
mich am andern Ufer.’ Ein Text aus „Heilung und Gebet“ sagt im Anschluss an
Psalm 139: „Du hältst mich. Du lässt mich nicht fallen und du verlässt mich
nicht. Von allen Seiten umgibst du mich. In dir bin ich immer und überall
geborgen. - Du hältst deine Hände ausgestreckt, du bist bereit, mich aufs Neue
zu umarmen und zu halten.“
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